München ist in vielerlei Hinsicht eine hervorragende Stadt für Expats aus aller Welt. Viele sehen sich jedoch auch mit unerwartet großen Herausforderungen konfrontiert. Wir verraten Ihnen die Licht- und Schattenseiten unserer Heimatstadt und worauf Sie sich einstellen müssen.
Am Ende des Artikels wissen Sie, wie Sie im umkämpften Wohnungsmarkt ein neues Zuhause finden und wie es Ihnen gelingt, schnell Kontakte zu knüpfen. Dazu haben wir wertvolle Infos, Tipps und jede Menge Links für einen gelungenen Start in Ihr neues Leben in der bayerischen Landeshauptstadt.
Inhaltsverzeichnis
München als Expat: Pro & Contra
München ist eine der wirtschaftsstärksten Metropolen Europas und international stark vernetzt. Etwa 30 % der rund 1,6 Millionen Einwohner Münchens kommen aus dem Ausland. Es sind jedoch nicht nur die guten Jobchancen, die die Stadt für Expats so attraktiv machen.

Orte wie der Englische Garten, der Olympiapark, die gemütlichen Biergärten inmitten der Stadt und die zahlreichen kulturellen Angebote sorgen für eine hervorragende Work-Life-Balance. Zugleich ist München die sicherste Großstadt Deutschlands – 2024 bereits zum 49. Mal in Folge.

All das und mehr macht München zu einer der lebenswertesten Städte für Expatriates weltweit. Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls eine von der Unternehmensberatung Mercer durchgeführte Studie aus dem Jahre 2023. Diese bewertete die Lebensqualität von Expats anhand von 39 Faktoren in 241 Großstädten. Das Ergebnis: München landete auf dem siebten Platz.
Die große Anziehungskraft Münchens auf Menschen aus aller Welt hat jedoch auch Schattenseiten. Dazu gehören neben der berüchtigten deutschen Bürokratie – mit der selbst viele Deutsche überfordert sind – insbesondere der angespannte Wohnungsmarkt und das hohe Preisniveau. Zudem berichten viele Expats von Schwierigkeiten, Freundschaften mit Einheimischen zu schließen, und sprechen teils gar von einer „geschlossenen Gesellschaft“.
Es ist also alles andere als einfach in München Fuß zu fassen. Wie Sie es trotzdem schaffen, verraten wir Ihnen jetzt! Los geht’s mit der Suche nach einem Zuhause.
Wohnung finden
In München eine passende Wohnung zu finden erfordert Geduld, Ausdauer, Frustrationstoleranz sowie das nötige Kleingeld. Die bayerische Landeshauptstadt ist vielleicht nicht so teuer wie New York oder London, aber immerhin das mit Abstand teuerste Pflaster Deutschlands!
„Im Jahr 2023 erwies sich, wie schon 2022, München als der mit Abstand teuerste Standort. […] So sind die Wohnkosten je Quadratmeter in München fast 81 Prozent höher als im Bundesdurchschnitt. Im angrenzenden Landkreis München, den zweitteuersten Wohnstandort, zahlt man für Miete und Nebenkosten 56 Prozent mehr als bundesweit.“
IW-Kurzbericht Nr. 46, 2024
Temporäre Unterkunft
Viele Vermieter regulärer Mietwohnungen und teils auch Wohngemeinschaften bestehen auf ein persönliches Erscheinen im Rahmen einer Wohnungsbesichtigung. Es kann deshalb sinnvoll sein, für die ersten Monate eine temporäre Unterkunft zu buchen. Auf diese Weise gehen Sie kein allzu großes Risiko ein und müssen sich nicht langfristig binden. So haben Sie dann nach Ihrer Ankunft bereits eine sichere Bleibe und können dann ohne Stress nach einer langfristigen Unterkunft suchen und Besichtigungstermine vereinbaren.
Als temporäre Unterkunft für die ersten Monate kommen beispielsweise Boardinghäuser, (Apart-) Hotels oder auch möblierte Wohnungen mit befristeten Mietverträgen in Frage. Plattformen wie Apartmentservice, myroom24 oder Mr. Lodge können die Suche erleichtern.
Apartmentservice (1 Tag – 6 Monate)
Wunderflats (ab 6 Monate)
myroom24 (1 – 6 Monate)
Mr. Lodge (ab 6 Monate)
Flathopper (ab 3 Monate)
Boardinghaus Eching (ab 1 Monat)
Buchungsplattformen sind praktisch, verlangen jedoch teils sehr hohe Vermittlungsgebühren. Auch sind viele Unterkünfte wie etwa Boardinghäuser nicht auf diesen gelistet. Eine kurze Internetrecherche wird also oft mit besseren Preisen belohnt.
Der Begriff Boardinghouse (bzw. boarding house) wird in Ländern wie Großbritannien oder Australien meist im Kontext von boarding schools (Internaten) verwendet und bezeichnet dort die Wohn- und Gemeinschaftsgebäude der Schüler. In Deutschland hingegen richten sich Boardinghäuser an eine breitere Zielgruppe. Das Angebot reicht dabei vom spartanisch eingerichteten Zimmer mit Gemeinschaftsküche bis hin zum hochwertig ausgestatteten Serviced Apartment.
Langfristige Unterkunft
Temporäre, möblierte Unterkünfte sind zwar praktisch, jedoch nicht direkt an den Münchner Mietspiegel gebunden. Anbieter verlangen deshalb häufig ungerechtfertigt hohe Aufschläge. Insbesondere bei langfristigen Aufenthalten in München lohnt sich deshalb die Suche nach einer unbefristeten, unmöblierten Unterkunft – sei es die herkömmliche Mietwohnung oder ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft.
Die durchschnittliche Kaltmiete für eine klassische 30 m² große Mietwohnungen in München beträgt lt. Mietspiegel aktuell (2024) etwa 28 €/m², ist jedoch stark abhängig vom jeweiligen Stadtteil. Generell gilt, je zentraler, desto teurer.
Münchens Stadtbezirke mit Mietpreisniveau
Es gibt eine Reihe von Onlineportalen, auf denen Sie mit der Suche starten und direkt mit den Vermietern oder Maklern der Wohnungen Kontakt aufnehmen können. Zu den in Deutschland größten und bekanntesten gehören Immowelt und Immobilienscout24. Wer auf der Suche nach einer Wohngemeinschaft ist, hat auf wg-gesucht.de gute Chancen, fündig zu werden.
Immobilienscout24
Immowelt
WG-gesucht.de (Wohngemeinschaften)
Insbesondere bei privaten Vermietern ist es wichtig, diesem das Gefühl zu geben, dass Sie der richtige Mieter sind. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf Ihre persönliche und finanzielle Situation. Versichern Sie dem Anbieter in Ihrer Reaktion auf eine Anzeige, dass Sie sorgsam mit der Wohnung umgehen und zuverlässig Ihre Miete zahlen werden. Erläutern Sie in diesem Zusammenhang auch Ihre berufliche Situation.
Oft verlangen Vermieter eine sogenannte SCHUFA-Bonitätsauskunft, in der die finanzielle Zuverlässigkeit und Zahlungsfähigkeit einer Person bestätigt wird. Diese ist jedoch für Ausländer, die noch nicht in Deutschland gelebt haben, nicht verfügbar. Es gibt jedoch auch Möglichkeiten, die Zahlungsfähigkeit auf anderem Wege unter Beweis zu stellen. So könnten Sie beispielsweise ein Referenzschreiben von Ihrer ausländischen Bank mitbringen. Eine weitere Möglichkeit besteht im freiwilligen Angebot einer Bürgschaft durch einen Freund oder Verwandten. Auch ein Empfehlungsschreiben Ihres Arbeitgebers könnte hilfreich sein.
In der Regel muss eine Kaution an den Vermieter gezahlt werden. Diese beläuft sich meist auf 3 Nettokaltmieten. Die Kaution dient als Sicherheit für den Vermieter für den Fall, dass die Miete nicht gezahlt wird, oder Schäden in der Wohnung durch den Mieter verursacht wurden. Nach Beendigung des Mietverhältnisses erhält der Mieter die gesamte Kaution zuzüglich Zinsen zurück. Bei Mietrückständen oder Schäden kann der Vermieter die Kaution ganz oder teilweise vorübergehend oder dauerhaft einbehalten.
Die Suche ist wie schon erwähnt sehr schwierig, es ist keine Seltenheit, dass sich 100 Bewerber auf eine öffentlich ausgeschriebene Wohnung bewerben! Hinzu kommt, dass viele freiwerdenden Wohnungen unter der Hand weitervergeben werden und nicht einmal mehr den Weg in öffentliche Immobilienportale finden. Wie überall auf der Welt sind Kontakte bei der Wohnungssuche goldwert. Nutzen Sie auch die Möglichkeiten von Social Media. Auf Facebook gibt es zum Beispiel mehrere Gruppen, in denen aktuelle Mieter einen Nachfolger suchen.
(FB) Nachmieter / Wohnung gesucht!
(FB) Freie Wohnungen in München / Wohnung zu vermieten
Falls Sie trotzdem Schwierigkeiten haben eine Unterkunft zu finden, oder sehr genaue Vorstellungen von Ihrem zukünftigen Zuhause haben, empfiehlt es sich, einen Immobilienmakler mit der Wohnungssuche zu beauftragen. Ist dieser erfolgreich, so wird eine Vermittlungsgebühr (Maklerprovision, Maklercourtage) fällig. Neben Maklern gibt es auch zahlreiche Anbieter von sog. Relocation Services, die neben der Wohnungssuche auch bei Behördengängen mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Wichtige Hinweise & Tipps
- Stadtrand und Umland nicht vernachlässigen
Nirgendwo in Deutschland wohnt man teurer als in München. Wer sparen möchte, nimmt etwas längere Wege in Kauf und sucht am Stadtrand oder im Umland. Dieses ist meist gut an den Münchner ÖPNV angebunden und die Suche ist deutlich entspannter. - Vorsicht vor Betrügern
Viele Anbieter verlangen vor dem Einzug eine Kaution. Falls eine Unterkunft nicht persönlich besichtigt werden kann, sollte eine Kaution nur dann überwiesen werden, wenn es sich zweifelsfrei um einen seriösen Anbieter handelt. Überweisungen auf Konten außerhalb Deutschlands (IBAN beginnt nicht mit DE) oder via Anbieter wie Western Union oder ähnlichen Agenturen, sollten unter keinen Umständen getätigt werden! - Vorsicht bei zeitlich befristeten Angeboten
Private Anbieter, die ihre Wohnungen zeitlich befristet vermieten, bewegen sich häufig in einer rechtlichen Grauzone oder verstoßen klar gegen geltendes Recht. Dies gilt insbesondere in Städten wie München, wo ein strenges Zweckentfremdungsverbot erlassen wurde.
Tipp: Erkundigen Sie sich noch vor der Buchung nach einer Wohnungsgeberbestätigung. Jeder Vermieter ist gesetzlich dazu verpflichtet, dieses Dokument auszustellen. Zögert oder verweigert er dies gar, möchte er womöglich vor den Behörden unsichtbar bleiben und Sie sollten von dem Angebot Abstand nehmen! - Möglichst schnell einen Wohnsitz anmelden!
Wer eine neue Wohnung bezieht, muss sich in Deutschland grundsätzlich innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug bei der zuständigen Meldebehörde anmelden. Sie erhalten dadurch eine Meldebescheinigung, die Sie noch häufig benötigen werden – so zum Beispiel für den Abschluss einer Krankenversicherung, die Beantragung eines Aufenthaltstitels und vieles mehr. Falls Sie zuvor noch nie in Deutschland gemeldet waren, erhalten Sie außerdem einen Brief vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) mit Ihrer persönlichen Steuer-Identifikationsnummer. Diese benötigt Ihr Arbeitgeber für den Lohnsteuerabzug. - Rundfunkgebühren
Im Zusammenhang mit der Anmeldung eines Wohnsitzes ist es wichtig zu wissen, dass jeder Haushalt (nicht jede Person) in Deutschland Rundfunkgebühren entrichten muss. Sie erhalten dazu nach Anmeldung Ihres neuen Wohnsitzes automatisch Post vom „Beitragsservice“, in der Sie aufgefordert werden, sich für den Rundfunkbeitrag anzumelden oder nachzuweisen, dass der Haushalt in dem Sie wohnen, bereits bezahlt. Sie müssen also nicht sofort von sich aus aktiv werden, sondern können erst das Schreiben abwarten. - Warm- vs. Kaltmiete
Es ist wichtig, den Unterschied zwischen Warm- und Kaltmiete zu verstehen, um keine unangenehmen Überraschungen zu erleben. Mit dem Begriff Kaltmiete bezeichnet man jenen Teil der Miete, der nur für die Nutzung der Wohnfläche anfällt. Betriebskosten wie Heizung oder Warmwasser sind darin – im Gegensatz zur Warmmiete – nicht enthalten. Meist bezahlt der Mieter jeden Monat zusätzlich zur Kaltmiete die geschätzten Betriebskosten und erhält vom Vermieter jährlich eine detaillierte Abrechnung. Bei erhöhtem Verbrauch kann eine Nachzahlung fällig werden, auch eine Erstattung bei sparsamem Umgang mit Wasser und Heizung sind denkbar. - Stromliefervertrag abschließen
Strom ist nicht in der Warmmiete enthalten und muss separat bezahlt werden. Wichtig: Ohne Stromliefervertrag mit einem Anbieter Ihrer Wahl werden Sie automatisch vom lokalen Grundversorger (meist die Stadtwerke München) im Grundversorgungstarif beliefert. Dieser ist aber in der Regel deutlich teurer als reguläre Tarife.
Anschluss finden
Schnell Freunde in einem neuen Land zu finden, ist immer eine große Bereicherung. Es macht nicht nur Spaß, die Freizeit mit anderen zu verbringen, sondern ermöglicht auch einen Erfahrungsaustausch, der das alltägliche Leben in München erleichtern kann. Das Problem dabei:
„… expats find that getting settled in Munich isn’t easy, neither from a practical nor a cultural standpoint. The city comes dead last for Ease of Settling In (53rd)! Respondents perceive the local population as unfriendly towards foreign residents (53rd). They don’t feel welcome (52nd) and struggle to get used to the local culture (52nd).“
InterNations, Expat Insider, 2024
Gut also, dass München seit Jahrzehnten ein beliebtes Ziel für Menschen aus aller Welt ist und es deshalb kein großes Problem darstellen sollte, Anschluss zu finden und sich mit anderen Expats auszutauschen.
Die Münchner Expat Community
Eine der größten Communitys in München sind die Munich Expats, die regelmäßige Treffen veranstalten und deren Facebook-Gruppe alleine über 55.000 Mitglieder hat. Auch auf Plattformen wie Meetup oder Reddit, können Sie sich mit anderen Expats austauschen, Fragen stellen oder sich in der Freizeit verabreden, um gemeinsam München zu erkunden.
Munich Expats
Meetup (Events & Groups)
Reddit (r/Munich)
InterNations (Networking & Events)
Die Münchner Mentalität
München ist eine Stadt der Kontraste. Hier trifft verwurzelte Tradition auf eine glitzernde High Society und bayerische Gemütlichkeit auf die Hektik einer pulsierenden Großstadt. Diese Gegensätze sind oft der Grund, warum sich Expats zu Beginn schwertun, die Menschen richtig einzuschätzen.
- Münchner sind direkt und ehrlich
Im Gegensatz zu oberflächlicher Höflichkeit, wie man sie aus anderen Kulturen kennt, legen Deutsche generell großen Wert auf Direktheit, Ehrlichkeit und Authentizität, was auf Expats zunächst distanziert und abweisend wirken kann. - Münchner haben einen speziellen Humor
Fragt man einen Münchner nach einem Feuerzeug, so bekommt man schon mal die Antwort: „Deine Armut kotzt mich an“. Arroganz? Nein, ein Spaß, der jedoch nicht immer sofort als solcher erkannt wird. - Münchner sind Bayern oder „Sechzger“
Rot oder Blau? In München ist die Fußballzugehörigkeit kein Hobby, sondern eine Lebenseinstellung. Während die erfolgsverwöhnten Anhänger des FC Bayern mit einer Dauer-Sieger-Attitüde auf andere herabblicken, definieren sich die Fans des TSV 1860 München über ihre unerschütterliche Haltung: bayerisch, bodenständig und loyal zum Giesinger Milieu, völlig egal in welcher Liga. - Münchner sind Schickimicki
Dass alle Münchner eingebildete, hochnäsige Snobs sind, ist ein weit verbreitetes Vorurteil. Nicht ganz zu Unrecht: Geld und Statussymbole spielen für die selbst ernannte High Society, die Schickeria, eine sehr große Rolle. Gut, dass sich dieser Stadtadel seit Jahrzehnten an den gleichen Orten trifft (Maximilianstraße, Bayerischer Hof, P1, Käfer etc.) – so weiß man wenigsten genau, wo man seine Freizeit nicht verbringen sollte. - Münchner sind Grantler
So ein Schmarrn! Kreizkruzefix! Saupreißn! Der traditionelle Münchner grantelt gern und ausgiebig – über die Politik, das Wetter oder einfach aus Prinzip. Doch Vorsicht: Oft steckt hinter dem bayerischen Gefluche keine echte Wut, sondern eher eine Philosophie, ein Lebensgefühl. Böse ist es so gut wie nie gemeint, wirkt aber definitv erstmal befremdlich auf Nichtbayern. - Münchner sind nur auf dem Stadtgebiet unfreundlich
Unbekannte grüßen sich auf den Straßen Münchens selten, man würdigt sich meist keines Blickes. Dies ändert sich jedoch am Ortsschild. Kaum treffen sich zwei Münchner vor den Toren der Stadt im Grünen, wird freundlich gegrüßt.
Diese Liste ließe sich wohl noch fortsetzten, aber es wurde klar, dass die Münchner Gesellschaft divers ist und kulturelle Eigenheiten leicht als Unfreundlichkeit missverstanden werden können.
Münchner kennenlernen
Einheimische kennenzulernen ist wohl überall auf der Welt etwas schwieriger als Menschen, die sich in derselben Situation befinden wie man selbst – München ist hier keine Ausnahme. Münchner haben bereits feste soziale Kreise und sind womöglich auch einfach weniger spontan und offen für neue Bekanntschaften als der typische Berliner. Erschwerend hinzu kommen Sprachbarrieren und kulturelle Unterschiede.
Klar ist: Smalltalk führt in München selten direkt zu einer Freundschaft. Wichtig sind der regelmäßige Kontakt und das Entdecken gemeinsamer Interessen und Erfahrungen.
So bieten zahlreiche Vereine, wie Sportclubs oder Kulturgruppen, eine großartige Gelegenheit, Gleichgesinnte kennenzulernen. Eine gute Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, sind auch der Besuch von lokalen Festen, entspannte Nachmittage im Biergarten oder After-Work-Events mit Kollegen. Diese Anlässe schaffen eine lockere Atmosphäre, in der sich Gespräche leichter entwickeln.

Im Übrigen sind auch viele Münchner und Zugereiste auf der Suche nach Kontakten. Diese findet man dann häufig auf Online-Plattformen wie etwa Spontacts oder nebenan.de, wo man sich ganz ungezwungen zu gemeinsamen Unternehmungen verabreden kann.
nebenan.de
Spontacts
(FB) Neu in München
Gesprächsthemen
Zum Schluss noch ein paar Ideen für Gesprächsthemen, mit denen Sie auch die verschlossensten Münchner aus der Reserve locken.
- Fußball
München ist Deutschlands Fußballhauptstadt. Mit dem FC Bayern und dem 1860 München hat die Stadt gleich zwei traditionsreiche Vereine. Fast alle Münchner tendieren entweder zum einen oder anderen Verein. Wer sich je nach Gesprächspartner für den „richtigen“ Verein entscheidet, hat die ersten Sympathiepunkte bereits in der Tasche. - Bayerischer Dialekt
Sie müssen nicht perfekt Bayerisch können, aber ein paar typische Ausdrücke wirken oft wie ein Türöffner. Ein freundliches „Servus“ zur Begrüßung, ein kurzes „Basst scho“, wenn alles in Ordnung ist, oder ein motiviertes „Pack ma’s“, um gemeinsam loszulegen, signalisiert echtes Interesse an der Kultur und sorgt beim Gegenüber sofort für ein Schmunzeln. - Freizeitaktivitäten in den Alpen
Ein Gespräch über die liebste Freizeitaktivität ist ein guter Weg, ein Gespräch zu starten. Die Chance ist hoch, dass Sie mit dem Thema Bergwandern oder Skifahren genau ins schwarze Treffen. Fragen Sie etwa nach der besten Wanderung für Einsteiger, nach dem besten Skigebiet oder der gemütlichsten Berghütte. - Gemeinsames Grantln
In München ist das kollektive Beschweren über Gott und die Welt oft der schnellste Weg zur Verbrüderung. Ob die ewig verspätete S-Bahn, die astronomischen Mietpreise oder die unendlichen Baustellen – gemeinsamer Frust verbindet. - Bier & Oktoberfest
In Bayern ist Bier weit mehr als ein Getränk – es wird oft scherzhaft als „flüssiges Brot“ bezeichnet und zählt im Freistaat traditionell zu den Grundnahrungsmitteln. Die Münchner sind stolz auf ihre Brautradition und haben meist eine sehr klare Meinung zu ihren lokalen Favoriten. Auch das Oktoberfest ist ein hervorragendes Gesprächsthema, zu dem fast jeder Münchner etwas zu erzählen hat. Wo gibt es das beste Bier? Gehen echte Münchner überhaupt noch auf die Wiesn? Welches Zelt ist denn noch authentisch und kein reiner Touristenmagnet? Mit diesen und ähnlichen Fragen zeigen Sie echtes Interesse an der bayerischen Lebensart.
Häufige Fragen
Ja, München gilt sogar als eine der lebenswertesten Städte für Expats weltweit. Die bayerische Landeshauptstadt bietet eine starke Wirtschaft, vielfältige kulturelle Angebote und eine hervorragende Work-Life-Balance. Viele internationale Unternehmen wie BMW, Siemens oder Allianz haben hier ihren Sitz. Dadurch gibt es bereits eine große Expat-Community, was die Integration erleichtert.
Zu den größten Herausforderungen für Expats zählen etwa bürokratische Hürden (Visum, Krankenversicherung, Anmeldung, Aufenthaltserlaubnis etc.), die hohen Lebenshaltungskosten oder die extrem schwierige Wohnungssuche. Vielen Expats fällt es außerdem schwer, Einheimische kennenzulernen und Freundschaften zu schließen.
Das durchschnittliche Jahresgehalt in München liegt aktuell (2024) bei etwa 56.250 Euro brutto (Quelle: kununu.com). Damit ist München die Stadt mit dem höchsten Durchschnittsgehalt in Deutschland. Die hohe Vergütung spiegelt jedoch auch die sehr hohen Lebenshaltungskosten in der Stadt wider. Wer deutlich weniger verdient, kann trotzdem gut Leben, sollte jedoch seine Ausgaben unter Kontrolle halten.
Deutschkenntnisse sind hilfreich, aber nicht zwingend notwendig. Die meisten Münchner verstehen und sprechen Englisch (mit starkem Dialekt), jedoch erleichtern Sprachkenntnisse den Alltag und die Integration erheblich.
In Altstadt-Lehel, Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt, Maxvorstadt und Schwabing-West waren die Nettokaltmieten im Jahre 2023 am höchsten (Quelle: statista.com). Generell gilt, je zentraler, desto teurer.
München ist lt. Kriminalstatistik seit Jahrzehnten die sicherste Großstadt Deutschlands. Es gibt jedoch auch einige Gegenden, die als soziale Brennpunkte gelten. Stadtviertel wie das Hasenbergl, Neuperlach oder Moosach hatten in der Vergangenheit einen schlechten Ruf, der sich jedoch in den letzten Jahren deutlich verbessert hat.
Rechtlicher Hinweis
Dieser Beitrag wurde mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt. Wir übernehmen jedoch keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte.
