Serviced Apartment Küche mit Blick ins Wohnzimmer

Wohnen auf Zeit
Konzepte - Begriffe - Ratgeber

Schlüsselbund Symbolbild

Der Markt für temporäres Wohnen boomt. Insbesondere das Boardinghaus wird dabei immer beliebter. Doch wie unterscheidet es sich von anderen Formen des „Wohnen auf Zeit“. Was ist eigentlich ein Serviced Apartment? Welche Vorteile hat es und wer nutzt das Angebot in der Praxis? Diese und weitere Fragen beantworten in diesem Beitrag.

Inhaltsverzeichnis

    Temporäre Wohnkonzepte im Vergleich

    Die unterschiedlichen Wohnkonzepte lassen sich grob hinsichtlich der typischen Aufenthaltsdauer und des Umfangs der angebotenen Serviceleistungen einordnen. Allen gemeinsam ist, dass möblierter Wohnraum mit Kochmöglichkeit für vorübergehende Aufenthalte angeboten wird.

    Wohnkonzept Übliche Aufenthaltsdauer Service
    Zwischenmiete / befristete Vermietung von privat
    (meist über Plattformen wie Airbnb, Mr. Lodge etc.)
    Wochen bis Monate
    (teils Mindestaufenthalt)
    Ferienwohnung Tage bis Wochen ✅ 
    Aparthotel
    (Serviced Apartments)
    Tage bis Monate ✅ ✅ ✅
    Boardinghaus
    (Serviced Apartments)
    häufig mehrere Monate
    (teils Mindestaufenthalt)
    ✅ ✅
    Boardinghaus / Monteurunterkunft
    (Monteurzimmer)
    Wochen bis Monate
    (teils Mindestaufenthalt)
    Wohnwirtschaftliche Konzepte
    (Micro Living, Studentenwohnen, Corporate Housing etc.)
    mehrere Monate bis Jahre
    (häufig ab 3 oder 6 Monaten)

    Aufgrund der gestiegenen globalen Mobilität hat Wohnen auf Zeit in den letzten Jahren stark an Bekannt- und Beliebtheit gewonnen. Bei Geschäftsreisenden aus aller Welt hat sich heute vor allem das Serviced Apartment als beliebte Alternative zum klassischen Hotelzimmer etabliert.

    Was ist ein Serviced Apartment?

    Unter dem Begriff Serviced Apartment versteht man möblierte Wohnungen, deren Ausstattung auf die Bedürfnisse von Viel- und Langzeitreisenden ausgelegt ist. Neben der reinen Übernachtungs­möglichkeit sind Dienstleistungen wie Reinigung oder Wäschewechsel im Preis enthalten oder optional zubuchbar, wobei das Angebot je nach Betreiberkonzept stark variiert.

    Im Gegensatz zum Hotelzimmer verfügen Serviced Apartments immer über eine Küche(nzeile) mit Kühlschrank, Herd, Geschirr und Kochutensilien. Handtücher, Bettwäsche und WLAN sind ebenfalls vorhanden. Der Gast benötigt somit lediglich seine persönlichen Gegenstände und kann sofort loswohnen.

    Die Wohneinheiten sind häufig Teil größerer Apartmenthäuser und dienen baurechtlich der gewerblichen Beherbergung. Der Aufenthalt in einem Serviced Apartment ist deshalb typischerweise auf 6 Monate begrenzt.

    Serviced Apartment 3 Wohnbereich

    Gerade im geschäftlichen Umfeld hat sich auch die Bezeichnung Business Apartment etabliert. Gemeint ist damit im Grunde ein Serviced Apartment, das speziell auf die Anforderungen von Berufspendlern und Geschäftsreisenden zugeschnitten ist. Es verfügt über eine hochwertige technische Ausstattung und bietet gute Bedingungen für das Arbeiten im Homeoffice – großer Schreibtisch, Satellitenfernsehen, schnelles Internet etc.

    Zu den Anbietern von Serviced Apartments zählen etwa Boardinghäuser (Boardinghouses) und Aparthotels.

    Was ist ein Boardinghaus?

    In Deutschland versteht man unter einem Boardinghaus eine Unterkunft, die vollmöblierte Apartments oder einzelne Zimmer mit reduzierten, hotelähnlichen Serviceleistungen für mittel- und längerfristige Aufenthalte anbietet. Es nimmt dabei eine Hybridstellung zwischen Hotel- und Wohnungsmarkt ein.

    Im internationalen Sprachgebrauch hingegen ist der Begriff wenig gebräuchlich. In einigen Ländern wie den USA oder Großbritannien assoziiert man damit auch etwas anderes als in Deutschland:

    „Historisch betrachtet waren Boardinghouses in Australien und Amerika einfache Unterkünfte für Migranten, in denen Kost und Logis geboten wurde. Heutzutage versteht man darunter soziale Auffangstationen, in denen dank staatlicher Unterstützung einkommensschwachen Menschen eine bezahlbare Unterkunft angeboten wird.
    In Großbritannien assoziiert man damit auch häufig einfache (Studenten-)Unterkünfte mit Gemeinschaftsküche und einer schlichten Zimmerausstattung.“
    Quelle: Apartmentservice

    Mehr zur Geschichte des Boardinghouses weltweit ›

    Um Missverständnisse bei internationalen Gästen zu vermeiden, rät Apartmentservice dazu, den „veralteten“ Begriff Boardinghouse durch Serviced Apartmenthaus zu ersetzen. Dies ist in der Praxis jedoch nicht immer möglich, da nicht alle Unterkünfte auch Serviced Apartments nach obiger Definition anbieten. Teils werden nur einzelne Zimmer vermietet, teils sind Boardinghouses auch nicht als gewerbliche Beherbergungsbetriebe einzustufen (vgl. etwa FG Köln, AZ 11 K 315/19).

    Boardinghäuser, die statt Apartments nur einzelne Zimmer mit Gemeinschaftsbad und Gemeinschaftsküche anbieten, richten sich häufig an Studierende oder Firmen, die eine günstige Übernachtungs­möglichkeit für Mitarbeiter (Bauarbeiter, Handwerker, Monteure) benötigen. Diese meist recht spartanisch eingerichteten Unterkünfte werden in der Praxis deshalb häufig auch als Monteurunterkunft bzw. Monteurzimmer bezeichnet.

    FAQ
    Was ist der Unterschied zwischen Boardinghaus und Hotel?

    Boardinghäuser sind eine Alternative zum Hotel für längerfristige Aufenthalte. Im Vordergrund stehen dabei Kostenersparnis, Wohnlichkeit, Privatsphäre und Unabhängigkeit. Bewohner können sich selbst etwas kochen und haben Zugang zu Waschmaschinen. Eine durchgehend besetzte Rezeption, tägliche Zimmerreinigung oder eine eigene Gastronomie gibt es im Boardinghaus hingegen meist nicht.

    Was bedeutet der Begriff Boardinghouse (boarding house)?

    Der Begriff leitet sich vom Substantiv "board" ab. Dieses bezeichnete ursprünglich ein Brett, später wurde die Bedeutung jedoch auf Tisch und im übertragenen Sinne auf Essen/Verpflegung erweitert. Im wörtlichen Sinne ist ein Boardinghouse also ein Haus, in dem man Kost und Logis erhält.

    Wie lange darf man in einem Boardinghaus wohnen?

    Beim Boardinghaus handelt es sich um eine Übergangsform zwischen gewerblicher Beherbergung und reiner Wohnnutzung. Wird die Immobilie gewerblich genutzt, so beträgt die typische Aufenthaltsdauer zwischen einem und sechs Monaten. Bei Wohnnutzung werden meist mehrmonatige Mindestaufenthalte verlangt.
    Siehe auch: Glossar / Nutzungsart

    Was ist ein Aparthotel?

    Statt einzelnen Zimmern bzw. Suiten bietet ein Aparthotel (auch Apartment-Hotel genannt) vollständig ausgestattete Wohnungen, inklusive Küche. Die im Preis enthaltenen oder optional zubuchbaren Serviceleistungen sind dabei jedoch deutlich umfangreicher als im Boardinghaus. Doch das ist nicht der einzige Unterschied der beiden Unterkunftsarten:

    Aparthotel Boardinghaus
    Aufenthaltsdauer Fokus auf kurz- bis mittelfristige Aufenthalte Fokus auf mittel- bis langfristige Aufenthalte
    Mindestaufenthalt nein häufig zwischen 1 Woche und 3 Monaten
    Reinigung, Handtuch- und Bettwäschewechsel täglich bis wöchentlich wöchentlich oder 2-wöchentlich
    Rezeption vorhanden, meist durchgehend besetzt manchmal vorhanden, nur stundenweise besetzt
    weitere Serviceangebote umfangreich, häufig: Zimmerservice, Frühstück, Wäscheservice etc. limitiert
    Gebäudeausstattung häufig: Restaurant, Fitness- und Wellnessbereich, Konferenzraum, Waschküche, ... Gästewaschraum, manchmal: Fitnessbereich, Gemeinschaftsräume, Verkaufsautomaten, ...
    Privatsphäre reduziert hoch, ähnlich der einer Mietwohnung
    Kosten je nach Aufenthaltsdauer und Serviceleistungen deutlich günstiger als das klassische Hotelzimmer aufgrund der geringeren Serviceleistungen nochmals deutlich günstiger als ein ansonsten vergleichbares Aparthotel

    Zusammenfassend lässt sich also sagen: Im Unterschied zum Boardinghaus sind die Apartments in einem Aparthotel bereits ab einer Nacht buchbar und die typische Aufenthaltsdauer ist geringer. Da ein Aparthotel mehr Serviceleistungen anbietet als ein Boardinghaus, sind die Kosten in der Regel deutlich höher. Auch die Privatsphäre und das Zuhause-Gefühl können darunter leiden.

    In der Praxis ist eine klare Abgrenzung von Boardinghaus und Aparthotel nicht immer möglich  der Übergang ist fließend. Viele Unterkünfte können oder möchten sich nicht entscheiden und werben einfach mit beiden Bezeichnungen.

    Vorteile von Serviced Apartments

    Serviced Apartments bieten viele Vorteile in den verschiedensten Lebenssituationen – sowohl gegenüber einem Hotelzimmer als auch gegenüber der klassischen Mietwohnung.

    • Flexibilität: Schnelle Verfügbarkeit und kurze Kündigungsfristen.
    • Zeitersparnis: Kein aufwändiger Umzug, kein Möbelkauf, Infrastruktur (WLAN, Strom, Gas etc.) ist bereits vorhanden.
    • Kosten: Hohe Kostenersparnis im Vergleich zum Hotel. Keine Umzugskosten, ein Koffer reicht.
    • Kostentransparenz: Keine überraschenden Nebenkostennachzahlungen etc.
    • Zuhause-Gefühl: Die Möglichkeit, selber kochen und die eigene Wäsche waschen zu können, erzeugt ein Gefühl des „Zuhause-Seins“.
    • Fokus auf die wichtigen Dinge: Die angebotenen Serviceleistungen entlasten im Alltag und erlauben die Konzentration auf Karriere oder Freizeit.
    • Vorteile in Krisensituationen wie etwa pandemiebedingten Lockdowns: erhöhte Versorgungssicherheit dank eigener Küche, Möglichkeit zur Kontaktvermeidung

    Wer nutzt Serviced Apartments?

    Zielgruppen von Serviced Apartments

    Die Zielgruppen für Serviced Apartments sind zahlreich und beschränken sich längst nicht nur auf Geschäftsreisende:

    • Geschäftsreisende: Projektarbeiter, Unternehmensberater, Monteure, Veranstaltungsteilnehmer etc.
    • Expatriates / Ausländische Fachkräfte
    • Auszubildende und Lehrpersonal: Gastdozenten, Austauschstudenten, Schulungsteilnehmer etc.
    • Regierungs- und Militärpersonal: Polizei, Bundeswehr etc.
    • Pendler und Wochenendheimfahrer
    • Zugezogene und Berufseinsteiger, bis eine dauerhafte Wohnung gefunden ist.
    • Einheimische, die temporär (z. B. wegen Sanierung) eine Ersatzwohnung benötigen.
    • Digitale Nomaden & Workationists
    • Privatreisende: längere Familienbesuche, Urlauber (eher Aparthotel)

    Wohnwirtschaftliche Konzepte

    Am langen Ende von Wohnen auf Zeit befinden sich die Wohneinheiten in wohnwirtschaftlich genutzten Immobilien. Es wird also auch im baurechtlichen Sinne „gewohnt“. Abgeschlossen werden dementsprechend reguläre Mietverträge im Gegensatz zum Beherbergungsvertrag beim Serviced Apartment.

    Das Serviceangebot ist stark limitiert und erschöpft sich häufig in der Bereitstellung von Internet und Gemeinschaftsflächen. Zum Teil werden die Wohnungen auch nur möbliert und nicht löffelfertig angeboten. Um Kücheninventar, Handtücher oder Bettwäsche muss sich dann der Mieter kümmern.

    Im wohnwirtschaftlichen Bereich gibt es viele Begrifflichkeiten und Konzepte, die jedoch nicht immer einheitlich verwendet werden. Apartmentservice unterscheidet etwa in der Charta der Apartmentkonzepte zwischen Studentenwohnen (Student Living), Mikrowohnen (Micro Living) und Co-Living.

    Der Immobiliendienstleister CBRE Group unterteilt die temporären Konzepte des Modernen Wohnens ganz ähnlich in studentisches Wohnen, Co-Living und Micro Living, wobei sich die Charakteristika und Abgrenzungen der Wohnkonzepte in einigen Details von denen der „Charta“ unterscheiden.

    Mikroapartment Boardinghaus Eching

    Ergänzen ließen sich obige Konzepte noch um das sog. Corporate Housing, das jedoch nicht zwangsläufig dem wohnwirtschaftlichen Bereich zuzuordnen ist. Dabei stellen Firmen ihren Mitarbeitern vollmöblierte Wohnungen für vorübergehende Aufenthalte zur Verfügung. Im Gegensatz zu klassischen Werks- oder Dienstwohnungen befinden sich die Apartments jedoch in der Regel nicht im Firmenbesitz, sondern werden am Wohnungsmarkt angemietet.

    Dies ist z. B. dann sinnvoll, wenn Beschäftigte vorübergehend an einen anderen Standort versetzt werden, oder wenn sie in einer neuen Stadt eingestellt werden und noch keine dauerhafte Unterkunft gefunden haben. Das erleichtert nicht nur den Einstieg in den neuen Job, sondern begrenzt auch das Risiko, falls das Arbeitsverhältnis nach der Probezeit endet.

    Gerade in Zeiten von Wohnungsnot, Fachkräftemangel und steigenden Mieten können Wohnraumangebote durch Unternehmen ein wichtiges Instrument zur Gewinnung und Bindung von Personal darstellen.

    Ratgeber

    Im Gegensatz zu Hotelaufenthalten gibt es beim Wohnen auf Zeit einige Aspekte, die man beachten sollte, um keine Überraschungen zu erleben. Nachfolgend ein paar Tipps für Ihre Suche nach einer geeigneten Unterkunft.

    Um mit kleinen Preisen „groß“ werben zu können, haben Anbieter grundsätzlich einen Anreiz, möglichst viele Kostenfaktoren ins Kleingedruckte zu verlagern. Zusätzliche Gebühren etwa für Internet oder Stellplatz können den „Basispreis“ deutlich erhöhen. Achten Sie auch auf Posten wie Endreinigung, Nebenkosten oder saisonale Zuschläge, bevor Sie mit anderen Unterkünften vergleichen. In München etwa sind hohe Aufschläge während wichtiger Messen oder des Oktoberfests die Regel und nicht die Ausnahme!

    Boardinghaus Eching:
    Volle Kostenkontrolle dank transparenter Komplettpreise. Keine saisonalen Zuschläge.

    Erkundigen Sie sich vor der Buchung unbedingt nach einer Wohnungsgeberbestätigung. Jeder Vermieter ist gesetzlich dazu verpflichtet, dieses Dokument auszustellen. Es kann jedoch auch vorkommen, dass der Anbieter zögert oder dies gar verweigert.

    Grund ist dann womöglich der, dass gegen Gesetze und lokale Satzungen wie ein möglicherweise existierendes Zweckentfremdungsverbot (Berlin, Hamburg, München etc.) verstoßen wird und man vor den Behörden unsichtbar bleiben möchte.

    Boardinghaus Eching:
    Wohnsitz-Anmeldung problemlos möglich ›

    Was tun, wenn plötzlich etwas nicht mehr funktioniert, oder Sie sich ausgesperrt haben? Achten Sie also darauf, dass Ihr Anbieter in dringenden Fällen möglichst immer erreichbar ist.

    Boardinghaus Eching:
    Wir sind werktags zwischen 9 – 17 Uhr nur wenige Meter entfernt. Unsere Hausmeister erledigen kleinere Reparaturen meist innerhalb weniger Stunden. Außerdem bieten wir unseren Gästen eine Notfallnummer, unter der wir 24/7 erreichbar sind.

    Während beim klassischen Hotelzimmer die Übernachtung im Vordergrund steht, spielt beim Wohnen auf Zeit auch die Wohnlichkeit eine zentrale Rolle. Lassen Sie sich deshalb in jedem Fall aussagekräftige, möglichst aktuelle Bilder der Wohnung zusenden um sicher sein zu können, dass Sie sich auch wohlfühlen und entspannen können. 

    Bedenken Sie dabei auch, dass meist nicht gebohrt werden darf und Veränderungen an der Einrichtung oder größere Dekorationen (Bilder, Poster etc.) nur in begrenztem Umfang möglich sind.

    Eine schnelle und zuverlässige Internetverbindung ist heute ein Grundbedürfnis. In der Regel gibt es zwar einen Internetanschluss, häufig reicht die Bandbreite jedoch nicht aus für ruckelfreies Streaming oder effizientes Arbeiten im Homeoffice.

    Boardinghaus Eching:
    High-Speed Internet (download: ~ 100 MBit/s; upload: ~ 30 MBit/s)

    Gerade bei längeren Aufenthalten ist anfangs oft noch unklar, wie lange die Unterkunft benötigt wird. Informieren Sie sich daher über Kündigungsfristen, Mindestvertragslaufzeiten und mögliche Verlängerungsoptionen.

    Bedenken Sie aber, dass sich hohe Flexibilität in den Preisen widerspiegelt; es gilt also abzuwägen und zu vergleichen. Manchmal ist es günstiger, länger zu buchen, als tatsächlich benötigt.

    Boardinghaus Eching:
    Aktuell beträgt die Mindestvertragslaufzeit einen Monat. Neben fixen Verträgen bieten wir auch offene Verträge, die sich automatisch verlängern und mit 4-wöchiger Frist kündbar sind.

    Achten Sie neben der Distanz zum Arbeitsplatz auch auf ein attraktives Wohnumfeld. Gewerbegebiete bieten oft wenig Erholungsmöglichkeiten und weisen einen erhöhten Lärmpegel auf – für längere Aufenthalte eher ungeeignet. 

    Keine Zeit für eine Vor-Ort-Besichtigung? Mit der Satellitenansicht von Google Maps verschaffen Sie sich schnell und einfach einen Überblick über die Umgebung.

    Boardinghaus Eching:
    Lage in einem Wohngebiet. Alle Geschäfte des täglichen Bedarfs sowie mehrere Erholungsgebiete sind fußläufig erreichbar. Ein Restaurant befindet sich direkt vor Ort.

    Ein Zuhause-Gefühl entsteht nur da, wo man sich auch sicher fühlt. Neben der allgemeinen Lage der Unterkunft stellen sich hier zum Beispiel folgende Fragen: Gibt es ein sicheres Schließsystem für das Gebäude und die Wohnung? Wer hat Zugang zur Wohnung? Gibt es einen Safe für Wertgegenstände? Können Fahrzeuge und Fahrräder sicher abgestellt werden? …

    Boardinghaus Eching:
    Modernes Schließsystem im ganzen Haus. Sichere Parkmöglichkeit in der Tiefgarage. Besonders hervorzuheben ist der eigene Safe in jedem Apartment sowie der elektronisch gesicherte Fahrradraum.

    Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind zwei der brennendsten Themen unserer Zeit! Informieren Sie sich ggf. über die von der Unterkunft ergriffenen Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz. Bietet man z. B. allen Gästen die Möglichkeit zur Mülltrennung? Wird Ökostrom bezogen?

    Boardinghaus Eching:
    Höchste ökologische Standards, die so in der Region einmalig sein dürften.

    Zum Teil sind Anbieter auf bestimmte Zielgruppen fokussiert. Einige z. B. auf Studenten, andere auf Firmen, die eine einfache, möglichst kostengünstige Übernachtungsmöglichkeit für ihre Mitarbeiter (Handwerker, Monteure, Bauarbeiter) benötigen. Dies hat entsprechende Auswirkungen auf die vorherrschende Atmosphäre im Haus.

    Boardinghaus Eching:
    Während wir auch Studenten der nahen Universitäten beherbergen, so ist der Großteil unserer Gäste berufstätig und muss früh raus. Dementsprechend gering ist unsere Bereitschaft, Störungen der Nachtruhe zu akzeptieren.

    Viele Anbieter verlangen vor dem Einzug eine Kaution. Falls die Wohnung nicht persönlich besichtigt werden kann, sollte eine Kaution nur dann überwiesen werden, wenn es sich zweifelsfrei um einen seriösen Anbieter handelt. Überweisungen auf Konten außerhalb Deutschlands (IBAN beginnt nicht mit DE), via Western Union oder ähnlichen Agenturen, sollten unter keinen Umständen getätigt werden!

    Sind Sie auf der Suche nach einem Serviced Apartment im Münchener Norden nahe Flughafen?

    Glossar

    Apartment / Appartement

    Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) definiert ein Apartment als Unterkunft, die aus separaten Wohn- und Schlafräumen sowie einer Kochnische besteht. Einraumwohnungen werden demgegenüber als Studio bezeichnet.

    Im alltäglichen Sprachgebrauch wird jedoch selten zwischen Apartment und Studio unterschieden. Meist versteht man darunter einfach eine moderne Kleinwohnung.

    Während in Deutschland die Begriffe Apartment und Appartement (aus dem französischen) synonym verwendet werden, versteht man in der Schweiz unter Appartement häufig eine größere Wohnung mit gehobener Ausstattung.

    Beherbergungsvertrag

    Ein Beherbergungsvertrag (auch Gastaufnahmevertrag) ist ein gemischter Vertrag mit Grundelementen aus dem Mietrecht und mindestens eines anderen Vertragstyps - im Falle von Serviced Apartments des Dienstvertrags.

    Die vielleicht wichtigste Unterscheidung zwischen einem normalen Mietvertrag und einem Beherbergungsvertrag ist, dass bei Letzterem das Hausrecht nicht auf den Mieter bzw. Gast übertragen wird.

    Co-Living

    Co-Living bezeichnet ein Wohnkonzept, bei dem vermehrt Wohnfunktionen in öffentliche oder halb-öffentliche Räume ausgelagert werden. Charakteristisch sind deshalb großzügige Gemeinschaftsflächen wie z. B. Co-Working Areas, Lounge oder Fitnessbereich. Teils wohnt man in kleinen Apartments, teils aber auch nur in Zimmern mit Gemeinschaftsküche und / oder Gemeinschaftsbad. Co-Living stellt dann eine unkomplizierte Alternative zur herkömmlichen Wohngemeinschaft dar.

    Eine genaue Definition was Co-Living ausmacht, existiert nicht. Die Abgrenzung zu anderen Konzepten ist fließend.

    löffelfertig

    Eine Wohnung wird als löffelfertig bezeichnet, wenn sie nicht nur vollmöbliert, sondern auch mit allem ausgestattet ist was zum täglichen Leben benötigt wird. Also z. B. Teller, Besteck, Töpfe, Handtücher, Bettwäsche, Küchengeräte usw.

    Longstay

    Mit Longstay oder auch Extended Stay bezeichnet man im Beherbergungsgewerbe allgemein Langzeitaufenthalte. Wo die Grenze gezogen wird, ist nicht definiert und abhängig von den üblichen Aufenthaltsdauern der jeweiligen Unterkunftsart. Während man bei Hotels bereits ab 15 Nächten von Longstay sprechen kann, so beginnt dieser z. B. beim Boardinghaus erst bei wesentlich längeren Aufenthalten.

    Micro Living

    Micro Living bezeichnet ein Wohnkonzept, bei dem man temporär in möblierten Kleinstwohnungen wohnt. Diese sog. Mikroapartments sind in der Regel Teil größerer Apartmenthäuser. Zu den Hauptzielgruppen gehören neben Pendlern, Young Professionals oder Geschäftsreisenden insbesondere Studierende. Entsprechend befindet sich ein Großteil der Anlagen in Universitätsstädten, zentral gelegen mit guter Anbindung an den ÖPNV.

    Nutzungsart

    In der Immobilienwelt beschreibt die Nutzungsart die Art und Weise, wie eine Immobilie hauptsächlich genutzt wird. Die Zuordnung zu einer Nutzungsart ist deshalb relevant, da Wohnnutzung in Wohngebieten zulässig ist, während Beherbergungsbetriebe dort nur ausnahmsweise zugelassen werden können. Umgekehrt stellt sich die Problematik ebenso in Gebieten, die Beherbergung zulassen und Wohnnutzung nur ausnahmsweise oder gar nicht.

    Bei der Zuordnung kommt es auf die schwerpunktmäßige Nutzung im Einzelfall an. Hierbei werden auch Kriterien wie die durchschnittliche Aufenthaltsdauer oder das Serviceniveau herangezogen. Dies ist der Grund, weshalb viele Anbieter Mindest- oder Höchstaufenthaltsdauern festsetzen und das Serviceangebot entsprechend anpassen, um unter die benötigte Nutzungsart zu fallen.

    Wohnraumzweckentfremdung

    Durch das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum sollen Maßnahmen verhindert werden, die dem Wohnungsmarkt Wohnraum entziehen. Dazu haben viele Bundesländer Zweckentfremdungs- bzw. Wohnraumschutzgesetze erlassen, auf dessen Basis Städte und Gemeinden mit angespanntem Wohnungsmarkt eigene Satzungen erlassen können.

    So liegt etwa in München eine Zweckentfremdung unter anderem dann vor, wenn der Wohnraum überwiegend für gewerbliche oder berufliche Zwecke verwendet wird, baulich derart verändert wird, dass er für Wohnzwecke nicht mehr geeignet ist oder mehr als insgesamt acht Wochen im Jahr tage- oder wochenweise an Fremde vermietet wird.

    Wann eine gewerbliche Nutzung einer Wohnung vorliegt, regelt wieder die Kommune. So betrachtet das Verwaltungsgericht München eine Mietdauer von über sechs Monaten als starkes Indiz für Wohnnutzung. Kürzere Vermietungsdauern könnten somit als Verstoß gegen das Zweckentfremdungsgesetz geahndet werden. Neben der Mietdauer ist jedoch auch entscheidend, dass sich der Lebensmittelpunkt des Mieters temporär in der neuen Wohnung befindet. Insgesamt ist die Rechtslage zur Zweckentfremdung komplex und kann je nach Bundesland und Kommune variieren.

    Workation

    Der Begriff Workation ist ein Kofferwort aus den Begriffen „Work“ (Arbeit) und „Vacation“ (Urlaub). Dahinter steckt das Konzept, den Arbeitsplatz temporär an einen Ort zu verlagern, an dem andere normalerweise Urlaub machen. Workations erfordern ein geeignetes Arbeitsumfeld, idealerweise mit schnellem Internet, Privatsphäre und großem Schreibtisch. Dies macht das klassische Hotelzimmer eher ungeeignet für Aufenthalte dieser Art.

    Zwischenmiete

    Die Zwischenmiete ist eine Form der Untervermietung, bei der ein Hauptmieter seine Wohnung für einen begrenzten Zeitraum einer dritten Person, dem Zwischenmieter, zur Nutzung überlässt. Während der typische Untermietvertrag in der Regel auf unbestimmte Zeit geschlossen wird und sich Haupt- und Untermieter die Wohnräume teilen, werden Zwischenmietverträge üblicherweise nur für die Zeit der Abwesenheit des Hauptmieters geschlossen.

    Autor
    Boardinghaus Eching

    Wohnen auf Zeit bei München

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